Doch die Geschichte kurz von Anfang an. Da ich seit dem 1.1.2013 ohne Arbeit bin, habe ich mich entschieden noch einmal den Versuch zu starten die Welt zu umrunden. Eine ganz wichtige Rolle dabei spielt Anni (www.anniamanderenendederwelt.blog.de). Wieder und wieder hatte sie den Gedanken durchgespielt einmal "Work and Travel" in Neuseeland zu machen. Diese Gedanken erschufen ersthafte Gespraeche, die dann (auch durch meine neu gewonnene Freiheit) zu Plaenen umgestaltet wurden. Fuers erste habe ich Anni allein losziehen lassen. Sie wollte den Schritt unbedingt unternehmen. Nun bitteschoen ich werde spaeter nachkommen.
Fuer Neuseeland ein Arbeitsvisum zu bekommen erwies sich schwerer als gedacht. Nach vielen Stunden (der Dank geht an Deon & Rob) und vielen Nerven habe ich es dann auch aufgegeben. Der Antrag bei dem der Bewerber ueber eine bestimmte Anzahl von Punkten kommen muss, haette mich ueber 300 Euro gekostet. Dazu kommt noch eine Pruefungsgebuehr von 200 Euro fuer den IELTS-Sprachtest, der vom British Concul abgenommen wird. Mit diesem Bittgesuch waere noch immer nicht gesichert, ob ich ein Visum bekommen wuerde. Das war mir alles zu unsicher. Deshalb habe ich mich fuer ein 9 monatiges Besucher-Visum, bei dem ich 3 Monate fuer Studiumzwecke (z. B. Sprachkurse) verwenden kann entschieden. In dieser Zeitspanne habe ich Zeit eine Arbeit zu finden. Gegen Vorlage von 1000 Neuseelaendische Dollars pro Monat kostete der Antrag mich immer noch Nerven, Zeit und rund 140 Euro. Das Visum ist nach Ablauf noch um weitere 3 Monate verlaengerbar. Super Sache ich koennte also genauso lang im Land bleiben wie Anni mit ihrem "Work and Travel Visum". Als mein Pass dann endlich zurueck kam, bemekrte ich, dass ich 3 Monate Zeit zur Einreise habe. Und genau diese Zeit werde ich vorher nutzen, um andere Laender zu sehen. Nach reiflichen Ueberlegungen ueber Myanmar (viel spaeter raus) und Indonesien oder die Philippinen ueberkamm mich in den Tagen als ich den Flug buchen wollte, eine Lust nach Taipei zu fliegen. So ging es am 3 Mai auch endlich los.
Es ist nicht immer einfach zu reisen. Nimmt man die Zeit des Aufstehens bis zum Check-In im Hostels zusammen waren es am Ende 36h. Um ein Haar haette ich den Flug fast verpasst. Irgendein Idiot wollte seinem Leben ein Ende geben und sich (laut Deutsche Bahn) vor den Zug schmeissen? Ueber Umwege, nicht wie von der Deutschen Bahn empfohlen (das haette ne halbe Stunde laenger gedauert), war ich eine Minute zu spaet. Jedoch hatte die Dame am Schalter Gnade vor Recht ergehen lassen. Die Freundlichkeit wurde von mir gleich mit einem HARIBO Tuetchen (die bewirken fast ueberall auf der Welt Wunder) belohnt und promt gab sie mir einen Gangplatz mit etwas mehr Beinfreiheit. Mein Ziel von 14 Kilo Gepaeck ohne Handgepaeck habe ich um 200 Gramm ueberschritten. Rechne ich die Schoki, die Gummibaeren, und Anni's Zeug ab bin ich mit ca. 13,5 weit im Soll. Wie schwer mein Handgepaeck war? Nicht mehr als 5 Kilo!!!! Klaro!
Neben mir im Flugzeug sass eine Chinesin aus Hongkong, die ein Jahr in Deutschland verbracht hatte.
Pinkie war eine sehr nette Begleitung. Sie sprach nicht zu wenig und nicht zu viel, trank mit mir etwas Alk und wir verabschiedeten uns in Hanoi mit dem Zusatz, dass ich sie jederzeit in Hongkong besuchen koennte. Perfekt da wollte ich schon immer mal hin. Den Flug nach Taipei verbrachte ich, in einem fast leeren Flugzeug, schlafend als Koenig im Land der Amazonen.
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