Freitag, 31. Mai 2013

Manila

Der alte US Militärflughafen von Clark wird nun mehr von Air Asia als billiger Ausweichflughafen benutzt.


Die nächstliegende Stadt ist kein Ort, in dem ich länger als nötig bleiben wollte. Angeles ist übersät mit Sextouristen. Ein trauriger Ort. Ich nehme sofort den Bus nach Manila. Im Bus gibt mir Duzs ein kurzes Update über Manila und die Philippinen.


Im Schlepptau habe ich noch 2 Mädels aus Österreich und der Tschechei. In Manila nehmen wir die Straßenbahn zu unserem Hostel. Ein Glück es ist alles gut gegangen. Den Mädels hatte man es angesehen, dass sie so etwas noch nie gemacht hatten. Die Bahn war natürlich hoffnungslos überfüllt. Doch wer einmal in Indien gewesen war, sieht das anders. Eigentlich wollte ich versuchen so schnell wie möglich einen Bus zu den Reisterrassen nach Banaue bekommen. Es ist mittlerweile schon 21 Uhr. Es gab keine Tickets mehr. Alles halb so wild. Der Hostelbesitzer spendierte 2 Flaschen „Free Rum“. Ich schmeiße meinen Rucksack aufs Bett und gehe sofort los um Cola zu kaufen. Zurück im Hostel hatte ich die Wahl zwischen 3 Tischen. Ich entschied mich für den, an dem am meisten getrunken wurde. Alex aus Frankreich, Nicole aus Kanada und James aus Neuseeland nehmen mich sofort auf und ich sehe zu, dass ich den Anschluss nicht verliere.


Nach einigen Trinkspielen, in dem ich mich oft als Sieger feiern lasse und 3 weiteren Flaschen, sind zur späteren Stunde nur noch Neuseeland und Deutschland am Leben. Früh halb sieben überlasse dem Kiwi den Sieg.



Bereits 5h später weckt mich Nicole unsanft auf. Ich habe 30 Minuten für Duschen und Anziehen bis es in die 12 Millionen Stadt geht. Kurz überlege ich auszuchecken und ein Busticket zu kaufen. Mein Schädel drohte zu zersprengen. Es war unmöglich diese Entscheidung zu treffen. In der Stadt versuche ich alles um den Kater zu besiegen.
 

Erst spät am Abend konnte ich wieder klar denken. Ich blieb unfreiwillig noch eine Nacht. Diesmal widerstehe ich den Versuch nach gratis Alkohol und wache am nächsten Morgen ausgeschlafen auf. Wir machen uns ein super Frühstück. Den Rest des Tages verbringe ich faulenzend im Hostel. Am Abend hatte ich Schwierigkeiten mit dem Ticket. Genervt wollte ich einfach zum Busbahnhof zu fahren. Glücklicherweise war ich nicht allein in der Situation. Ann und Mike aus New York versuchen online ihr Glück. Ann organisierte alles besser als jedes Reisebüro es tun könnte. Ich schließe mich den beiden an und ich kann euch jetzt schon verraten. Es war eine der besten Entscheidungen, die ich bis jetzt getroffen habe.


Ann und Mike haben vor knapp 2 Jahren geheiratet. Statt der üblichen Flitterwochen, machen die beiden eine Flitterreise. Sie sind mittlerweile über 500 Tage unterwegs. Ein perfektes eingespieltes Team. Für 3 Euro nehmen wir das Taxi 40 Minuten zum Busbahnhof. Geschafft!!! Ich bin den Zwängen der Großstadt zu entkommen.
 







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