Montag, 27. Mai 2013

Zurueck auf Los!

Diesmal checke ich in ein neues Hostel ein. Es ist billiger und liegt in einem anderen Stadtteil. Ich habe noch 1 1/2 Tage. Diese verbringe ich mit Recherchieren ueber die Philippinen und die Stadt zu geniessen. Ich liebe es einfach nur durch Staedte zu laufen und zu beobachten. Die Unterschiede zwischen anderen Staedten, Menschen und Sitten zu erkennen. Leider regnet es am 2. Tag so stark, dass ich es nicht mehr zu einem Huegel schaffe, auf dem es einen herrlichen Blick ueber die Stadt gibt. Ein Grund mehr Taiwan weiterhin auf der Liste zu haben. Die Freundlichkeit mit der ich hier empfangen wurde, gleicht der von China. Ich hatte es fast vergessen wie schoen das ist.

Noch ein paar Worte zu meinen Zimmer- bzw. Mitbewohnern meines Hostels. Es gibt Studenten, Arbeitslose, Arbeiter, Reisende und einfach Leute die nichts machen von ueberall her. Die Hostels von Taipei sind voll mit diesen Gestrandeten. Zum Beispiel ein Amerikaner (31) der schon seit einem halben Jahr dort lebt und versucht Chinesisch zu lernen. Er will in 2-3 Monaten aufgeben wenn er nicht den gewuenschten Fortschritt erkennt.


Oder eine Franzoesin (27) die in 2 Monaten anfangen moechte chinesisch zu lernen. Sie hat ihr Studium Archaelogie abgebrochen und will nun was neues machen. Ich meine Weinbau spezialisiert auf die Region China verstanden zu haben??? Fuer freie Unterkunft und Essen arbeiten sie im Hostel. Das noetige Taschengeld kommt entweder von den Eltern oder wird als Englischlehrer verdient. Mehr als die Haelfte der Langzeit-Hostel-Bewohner sind Taiwanesen.


Sie kommen meistens von laendlichen Gegenden, die ihr Glueck in der grossen Stadt suchen. Die Miete fuer ein Zimmer ist nicht bezahlbar. Einige traeumen auch vom fernen Europa, dass sie nur aus dem Fernsehen oder von Reisenden kennen. Ich habe nichts gegen ein unsauberes Hostel aber 6 Monate waeren selbst fuer mich auch zu viel. In der Herberge gibt es kaum Fenster die Licht durchlassen. Jedes mal wenn ich das Hostel verlasse, brauche ich ein paar Minuten, um mich an das Tageslicht zu gewoehnen. Das Klo, die Dusche und Kueche ist alles andere als sauber. Dennoch ist Taiwan keineswegs ein Land in dem es sich nicht leben laesst. Die Staedte sind sauber, der Lebensstandart ist hoeher als in anderen asiatischen Staaten. Ich konnte nur 2 Obdachlose in Taipei ausmachen. Leider habe ich es verpasst mich ueber diese Thema zu erkundigen.

Ueberall wurde ich freundlich aufgenommen. Die Bewohner waren immer bemueht mir Auskunft zu geben. Das Essen ist vielfaeltig. Fast jeder hat ein Smartphone. Ich habe das Gefuehl ein Aussenseiter zu sein. Aber nicht weil ich bereits Vollbarttraeger bin (ich konnte keinen anderen Barttraeger aussmachen), sondern weil ich mein Telefon nicht in meiner Hand halte.


Ich verlasse Taiwan nur ungern, aber es bringt mich nicht weiter nur durch die Staedte zu reisen. Mein Budget laesst es einfach nicht zu. Auf dem Weg zum Flughafen wird es wie fast immer knapp. Ich brauche eine geschlagene halbe Stunde vom Bahnsteig zum Busbahnhof zu kommen. Es ist einfach zu gross und verwirrend unter der Erde. Die Dame am Check-In Schlater will mir mein Ticket nicht geben. Ich habe keinen Rueck- oder Anschlussflug. Voll genervt suche ich mir ein Intercafe und buche noch schnell einen Flug nach Singapur. Da muss ich eh hin. Eine Sache weniger auf der Liste. Zureuck am Schlater steht ein Passagier neben mir. Er bekommt auch kein Ticket. Sein Koffer ist unglaubliche 56 kg schwer. Er fragt mich ob ich ihm etwas Gepaeck abnehme. Laechelnd lehne ich ab. Ich war so spaet dran, dass ich mich bei der Handgepaeckkontrolle vordraenglen musste. Bereits rennend erreichte ich den Boarding-Schalter 3 min zu spaet. Der ganze Stress war umsonst. Mein Flug hatte ne halbe Stunde Verspaetung.




PS: Folgt dem Link fuer ein paar Bilder vom Hostel.

Hostel Taipei
 

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